Quelle: Lebenshilfe/David Maurer

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Familienratgeber

Wenn ein Wunsch in Erfüllung geht

DSC04742 Ein Auftrag der Werkstätten für Menschen mit Behinderung ist es, auf die Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes vorzubereiten und den Übergang durch geeignete Maßnahmen zu fördern. In Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst und der Agentur für Arbeit konnte die Lebenshilfe für behinderte Menschen e.V. Region Stendal – über den Zwischenschritt einen Außenarbeitsplatzes – dieses Ziel erreichen. 

In der letzten Woche war auf dem Hof der Klug GbR in Volgfelde eine Menge los. Dort trafen sich Vertreterinnen und Vertreter des Lebenshilfe e.V. Region Stendal, des Integrationsfachdienstes Magdeburg/Stendal und der Stendaler Arbeitsagentur. Sie alle waren gekommen, um Stefan Henning für seinen neuen Arbeitsplatz auf dem Hof der Klug GbR alles Gute zu wünschen.  Ein neuer Arbeitsplatz ist doch nichts so besonderes, könnte man jetzt meinen. Doch im Falle von Stefan Henning ist damit sein Lebenswunsch in Erfüllung gegangen.

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DSC04741Stefan Henning ist 32 Jahre alt und  in der Zweigwerkstatt für behinderte Menschen in Uchtspringe  beschäftigt. Die Arbeit dort gefällt ihm.Dennoch verfolgt Stefan Henning einen  Traum  - eine ganz normale Arbeit in der freien Wirtschaft. Bereits 2008 unternimmt Stefan Henning gemeinsam mit der Lebenshilfe  und dem Integrationsfachdienst einen Versuch, sich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erproben. Doch Stefan Henning ist noch nicht soweit. . 2011 dann der nächste Versuch: der Integrationsfachdienst, in Persona Tobias Lösch, wird beauftragt einen geeigneten Arbeitgeber zu finden, der Stefan Henning beschäftigen würde. Eine Aufgabe, die nicht so leicht zu bewältigen ist. „Viele Arbeitgeber scheuen sich davor, Menschen mit Behinderung einzustellen. Dabei sind auch Menschen mit Handicap wertvolle Mitarbeiter“, erklärt Lösch. Bei der Klug GbR wird Lösch dann endlich fündig. Im landwirtschaftlichen Betrieb wird zunächst ein Praktikumsplatz für Stefan Henning eingerichtet, der nach einem halben Jahr in einen ausgelagerten Einzelaußenarbeitsplatz der Lebenshilfe umgewandelt wird.. Regelmäßig wird Stefan Henning durch Mitarbeiter der Lebenshilfe individuell und bedarfsgerecht gefördert und begleitet.. „In dieser  Zeit  konnten wir uns gegenseitig kennenlernen und schauen, ob wir zueinander passen. Stefan hat sich gut im Kollegium eingefügt. Er ist ein hervorragender Jungtier- und Kälberpfleger, der mit viel Herzblut seine Arbeit verrichtet. Heute möchten wir nicht mehr auf ihn verzichten“, sagt Sibylle Klug, zuständig für die Ausbildung auf dem Hof. Nach zwei Jahren reift im Betrieb die Idee ein Dauerarbeitsverhältnis einzurichten; ab da kommt Lösch wieder zum Einsatz und  nimmt  Kontakt zur hiesigen Arbeitsagentur auf. Denn für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung stehen Fördermittel zur Verfügung. Geld aus der sogenannten Ausgleichsabgabe. Diese müssen Arbeitgeber mit mindestens 20 Angestellten zahlen, wenn sie nicht auf mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen beschäftigen. „Im Falle von Stefan Henning fördert die Agentur für Arbeit das Beschäftigungsverhältnis mit einem Eingliederungszuschuss, der um die Leistungen aus dem Arbeitsmarktprogramm des Landes aufgestockt wird“, erläutert Markus Nitsch, Chef der Stendaler Arbeitsagentur die Förderung. Für Dörthe Wallbaum, Leiterin des begleitenden Dienstes in der Lebenshilfe  ist der Werdegang von Stefan Henning eine Premiere.  „Stefan ist der erste Fall, wo es uns gelungen ist, jemanden über einen Werkstattplatz herauszuführen auf den ersten Arbeitsmarkt.  Darauf sind wir wirklich sehr stolz“, so Wallbaum. Auf die Frage, wie ihm sein erstes Arbeitsverhältnis außerhalb der Werkstatt gefällt, sagt Stefan Henning strahlend und auch ein bisschen aufgeregt: „Ich bin überglücklich und hoffe, dass noch viele nach mir diese Möglichkeit erhalten. Denn für mich ist hier ein Traum in Erfüllung gegangen.“   Für die Akteure ist klar, dass Stefan Henning eine Erfolgsgeschichte gelebter Inklusion ist, die kein Einzelfall bleiben darf. „Wir brauchen noch mehr Arbeitgeber wie die Klug GbR, die allen Vorurteilen zum Trotz Menschen mit Behinderung einfach nur eine Chance geben.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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