Quelle: Lebenshilfe/David Maurer

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Familienratgeber

"LEBENSmomente" 04/2014

Seite01Magdeburg, 21.10.2014: In den letzten zwei Wochen hat unser Newsletter „LEBENSmonente“ für einige Aufregung gesorgt. Die Reaktionen und die Gespräche haben uns gezeigt, dass durchaus positive Entwicklungen zu verzeichnen sind. Das Rundschreiben ist in einem – für die bisherigen Probleme und Sorgen – wesentlichen Punkt angepasst und verändert worden. Allerdings bleibt abzuwarten, ob mit der alleinigen Öffnung für den Bereich der stationären und ggf. betreuten Wohnangebote in der Praxis den Familien dauerhaft verlässliche Unterstützungssettings im sozialen Nahraum ermöglicht werden.

Für unseren vierten Newsletter haben wir Joachim Wiehe besucht, der nach dem Tod seiner Frau allein die Betreuung und Begleitung seiner Tochter übernommen hat. Eine ganz besondere Herausforderung und ein Kraftakt den Joachim Wiehe in zweierlei Hinsicht bewältigen muss, denn er kämpft seit 1998 dafür, dass in Burg ein Wohnangebot für die Nutzerinnen und Nutzer der Fördergruppe entsteht.    

Hintergrund: Für Menschen mit hohem Assistenzbedarf, die nicht in der Werkstatt arbeiten können, werden in Sachsen-Anhalt tagesstrukturierende Angebote der Betreuung, Förderung und Begleitung in den Fördergruppen unter dem verlängerten Dach der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) vorgehalten. Viele Nutzerinnen und Nutzer der Fördergruppen besuchen diese  schon seit vielen Jahren. Die gewohnten Strukturen und die gewachsenen Bindungen innerhalb der

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Gruppe und zu den Fachkräften geben nicht nur den Nutzerinnen und Nutzern Sicherheit. Auch die Familien, die mit diesem Angebot eben auch Entlastung und Unterstützung erfahren, schätzen die Arbeit in diesen Einrichtungen. Die Grundlagen für den Aufbau und die Arbeit der Fördergruppen unter dem verlängerten Dach der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Sachsen-Anhalt sind in einem Rundschreiben aus dem Jahr 1993 festgeschrieben. In diesem Papier werden die wesentlichen Aspekte zur Einführung, Ausgestaltung und Finanzierung dieses Leistungsangebotes geregelt. Seinerzeit wurde auch Kriterien formuliert, die bisher für die Aufnahme von Menschen mit  schweren und mehrfachen Behinderungen in dieses Leistungsangebot maßgeblich waren. Zwischenzeitlich wurde uns mitgeteilt, dass das Rundschreiben aus dem Jahr 1993 in Juli 2014 angepasst worden sind. Mit dieser Änderung sollen auch Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf die Möglichkeit erhalten, eine betreutes Wohnangebot und gleichzeitig die Tagesstruktur der Fördergruppe in Anspruch zu nehmen.  Damit wären erste notwendige Veränderungen vorgenommen, um den sich verändernden gesetzlichen, aber auch familiären Herausforderungen Rechnung zu tragen. Mit der Umsetzung dieser veränderten Rahmenbedingungen kann den Familien die Angst und die Sorge vor der Zukunft genommen werden, denn sie wünschen sich  verlässliche, wohnort- und familiennahe Wohnangebote unter Beibehaltung der Tagesstruktur der Fördergruppe. 

 

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