Quelle: Lebenshilfe/David Maurer

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Familienratgeber

„LEBENSmomente“ 07/2014

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Magdeburg, 04.12.2014: Für unsere Reihe „LEBENSmonente“ haben wir sieben Familien besucht und ihnen die Möglichkeit geben einen Einblick in ihr Leben zu geben. Alle Familien haben eins gemeinsam. Sie begleiten und unterstützen ihre erwachsenen Kinder mit einem hohen Assistenzbedarf - nach dem Besuch des tagesstrukturierenden Angebots der Fördergruppe unter dem Dach der WfbM - in der eigenen Häuslichkeit. Viele Familien übernehmen diese Aufgabe gern und stellen sich dieser besonderen Herausforderung mit den vielen schönen  aber auch schwierigen Momenten. Alle Familien machen sich Gedanken über die Zukunft ihrer erwachsenen Kinder, mögliche Wohnangebote und neue Formen der Betreuung und Begleitung. Bisher ging die Auseinandersetzung mit diesen Fragen stets mit Sorgen, Ängsten und  Verunsicherungen einher. Denn es gab bisher kaum wohnort- und sozialraumnahe Wohnangebote, die auch den Verbleib in der Fördergruppe zuließen. Darüber hinaus stellten die Lösungen im Einzelfall keine verlässlichen Angebote dar, sodass sich viele Familien entschieden haben, ihre erwachsenen Angehörigen selbst zu betreuen und dies nicht selten bis an die Grenzen der eigenen Belastbarkeit. 
Das Rundschreiben, welches für die bisherigen Probleme und Sorgen gesorgt hat, ist zwischenzeitlich zweimal angepasst und verändert worden, sodass die betroffenen Familien auf betreute Wohnangebote zurückgreifen können und die Fördergruppe als Tagesstruktur erhalten bleibt.


Für unseren siebenten Newsletter haben wir Familie Buchmann in Magdeburg besucht. Steffi Buchmann lebt bei ihrer Mutter. Tagsüber besucht Steffi die Fördergruppe der Lebenshilfe Magdeburg gGmbH.

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Sabine Buchmann ist Fahrerin bei einem Fahrdienst für Menschen mit Behinderung. Die Begleitung und Unterstützung ihrer Tochter kostet sie sehr viel Kraft und der Blick in die Zukunft machte Sabine Buchmann stets Angst, denn für sie ist es wichtig, dass Steffi einmal in einer kleinen Wohnform ein gutes Zuhause mit der notwendigen Betreuung findet und die Tagesstruktur der Fördergruppe an der WfbM erhalten bleibt.  Lesen Sie mehr über die Wünsche, Sorgen und Ängste in unseren „LEBENSmomenten“ Nr. 07/2014.

 

Hintergrund:
Seite 2Für Menschen mit hohem Assistenzbedarf, die nicht in der Werkstatt arbeiten können, werden in Sachsen-Anhalt tagesstrukturierende Angebote der Betreuung, Förderung und Begleitung in den Fördergruppen unter dem verlängerten Dach der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) vorgehalten. Viele Nutzerinnen und Nutzer der Fördergruppen besuchen dieses Angebot  schon seit vielen Jahren. Die gewohnten Strukturen und die gewachsenen Bindungen innerhalb der Gruppe und zu den Fachkräften geben nicht nur den Nutzerinnen und Nutzern Sicherheit. Auch die Familien, die mit diesem Angebot eben auch Entlastung und Unterstützung erfahren, schätzen die Arbeit in diesen Einrichtungen.
Die Grundlagen für den Aufbau und die Arbeit der Fördergruppen unter dem verlängerten Dach der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Sachsen-Anhalt sind in einem Rundschreiben aus dem Jahr 1993 festgeschrieben. In diesem Papier werden die wesentlichen Aspekte zur Einführung, Ausgestaltung und Finanzierung dieses Leistungsangebotes geregelt. Seinerzeit wurde auch Kriterien formuliert, die bisher für die Aufnahme von Menschen mit  schweren und mehrfachen Behinderungen in dieses Leistungsangebot maßgeblich waren.
Zwischenzeitlich wurde das Rundschreiben aus dem Jahr 1993 in Juli 2014 angepasst und im Oktober 2014 erneut verändert. Mit dieser Änderung erhalten auch Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf die Möglichkeit, eine betreutes Wohnangebot und gleichzeitig die Tagesstruktur der Fördergruppe in Anspruch zu nehmen.  Damit ist eine erste notwendige Veränderunge vorgenommen, um den sich verändernden gesetzlichen, aber auch familiären Herausforderungen Rechnung zu tragen. Mit der Umsetzung dieser veränderten Rahmenbedingungen kann den Familien die Angst und die Sorge vor der Zukunft genommen werden, denn sie wünschen sich  verlässliche, wohnort- und familiennahe Wohnangebote unter Beibehaltung der Tagesstruktur der Fördergruppe.

 

 

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