Kultusminister Stephan Dorgerloh auf Einladung des Landesvorstandes zu Gast bei der Lebenshilfe Wernigerode gGmbH

DSC 0232Wernigerode, 21.01.2015: Der Vorstand der Lebenshilfe Sachsen-Anhalt und die Lebenshilfe Wernigerode durften Stephan Dorgerloh, Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt in der integrativen Kindertagesstätte „Quasselstrippe“ in Wernigerode begrüßen. Damit folge der Kultusminister der Einladung von Waltraud Wolff, Landesvorsitzende der Lebenshilfe Sachsen-Anhalt. Im Anschluss an den Besuch der Kindertagesstätte fand ein Gespräch mit den Mitgliedern des Landesvorstandes, Regina Korn, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Wernigerode gGmbH und Angela Gorr (MdL) statt. Hier machte Minister Dorgerloh deutlich, dass der in den integrativen Kindertagesstätten eingeschlagene Weg in der Schule fortgeschrieben werden müsse. In Sachsen-Anhalt konnten in den vergangenen Jahren mit dem gemeinsamen Unterricht (GU) bereits erste wichtige Schritte vollzogen werden. Diesen positiven Prozess gilt es fortzuschreiben.

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DSC 0247Dabei ist es wichtig, dass Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt werden, dass Kinder mit Behinderung ein uneingeschränkter Zugang zum Regelschulsystem ermöglicht wird. Hier erhalten die Grundschulen bereits heute eine feste Grundausstattung. Grundsätzlich ist es notwendig, dass das Kind in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt wird. Das Bildungssystem ist gefordert, die entsprechenden Unterstützungssettings zu schaffen. Das diese Entwicklungen noch lange nicht abgeschlossen sind und eine Herausforderung der kommenden Jahre darstellen werden, bleibt unbestritten. Hier gilt es die vorhandenen Ressourcen zielgerichtet einzusetzen.

 

Ein weiterer, für die Lebenshilfe im Land Sachsen-Anhalt besonders wichtiger Punkt, ist die Schaffung verlässlicher Angebote in der nachschulischen und Ferienbetreuung von Kindern mit Behinderung. Auch hier machte Minister Dorgerloh deutlich, dass auch dem Kultusministerium an einer guten Lösung für die betroffenen Familien gelegen ist. Zielstellung ist es, dass die Verantwortungsgemeinschaft auf der regionalen Ebene entsprechende Lösungen erarbeitet, die unter Rückgriff auf die bestehenden Angebote vor Ort umgesetzt werden. Ein möglicher Weg ist, dass Kinder mit Behinderung, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und damit den integrativen Hort gemäß des Kinderförderungsgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt in Anspruch nehmen können, auch diese Angebote nutzen. Damit würden unnötige Doppelstrukturen (lerntherapeutische Angebote und Hortangebote an einem Standort) vermieden, was wiederum dazu führt, dass die begrenzten personellen Ressourcen für die Begleitung der Kinder mit Behinderung zur Verfügung stehen, die das 14. Lebensjahr vollendet haben und keinen Anspruch auf den Besuch eines integrativen Horts gem. KiFöG (LSA) mehr haben. Darüber hinaus müsse geprüft werden, wie die Vernetzung, Kooperation und Zusammenarbeit mit den freien Trägern intensiviert werden kann.  

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